Herzlich Willkommen in meiner kleinen "MuckelchenOase"!
In Dresden, mitten in der Stadt, bewirtschafte ich zwei kleine Pacht/Schrebergärten von ungefähr 400 qm.
Der Grundgedanke ist die Selbstversorgung mit saisonalem frischem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.
Ich möchte eine "kleine" Selbstversorgung erreichen, lernen wie man Obst und Gemüse anbaut, pflegt, erntet und verwertet. Gleichzeitig soll mein Garten ein Ort der Ruhe sein, ein Plätzchen wo ich mich zurückziehen und die Seele baumeln lassen kann.
Ich lade euch ganz herzlich dazu ein Teil meiner Erfahrungen, Projekte, Erfolge und Niederlagen zu werden.
Begleitet mich gerne ein Stück auf meinem Weg zur Selbstversorgung mitten in der Stadt, ich würde mich freuen!

Euer MuckelchÖn

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten....



Das MuckelchÖn wünscht Euch ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest voller Gemütlichkeit, Freude, Ruhe, leckeren Köstlichkeiten, lieben Menschen und Geschenken die von Herzen kommen. Bis ganz bald…..
 
:D
 
 

Dienstag, 8. September 2015

Erdbeerzeit ist Rumtopfzeit!

Oder sagen wir lieber: Kirsch(kern)zeit ist Rumtopfzeit, da hänge ich nicht wieder so hinterher, grins.


Letztes Jahr wollte ich schon einen Rumtopf ansetzten, aber hatte kein geeignetes Gefäß dafür, keinen Alkohol, zwischendurch dachte ich nicht daran, hatte keine Zeit, dann fehlte der Zucker  und dann war es natürlich mal wieder Oktober und somit viel zu spät für Rumtopf. 
 
Dieses Jahr war bzw. bin ich besser vorbereitet.  Zum Geburtstag wünschte ich mir also einen Rumtopf und erhielt dieses tolle Gefäß. 


Ist er nicht niedlich, der passt perfekt in meine Küche, hach, ich liebe rote Sachen mit weißen Pünktchen!
 
Bevor die Erdbeerzeit sich nun also dem Ende zu neigt, musste ich mich bissel beeilen mit dem Topf, dem Rum und den leckeren  Früchtchen und überhaupt!
 
Als ich dann bei Aldi (Rum ist dort am günstigsten) mit vier Flaschen Rum an der Kasse stand,  kam ich mir dann schon etwas komisch vor, die Blicke der anderen Käufer (Schluckspecht)  ignorierte ich einfach und grinste sehnsüchtig meinen Einkauf an, was mir sicherlich noch mehr komische Blicke einbrachte. Aber egal, ich hatte es geschafft, die letzten zwei wichtigen Zutaten hatte ich, nun konnte es also losgehen.
 
Ein festes Rezept gibt es bei mir nicht, aber im Bekanntenkreis hatte ich einiges aufgeschnappt und mache aus dem Wissen nun mein eigenes Experiment.

Was braucht man so:

Einen Rumtopf 5-7 Liter
 
Einen sauberen Holzlöffel, den man dann einzig für den Rumtopf verwendet, wegen der Keime
 
Frischhaltefolie
 
Immer 500g Früchte aus dem Garten

Zucker

Und Rum oder Korn, wie man es so mag.
Der Alkohol sollte aber mind. 54 % haben.
 
Wer mag kann noch Zimtstangen und Vanilleschoten dazu geben.

Zuerst den Rumtopf gründlich mit Essig und heißem Wasser ausspülen, dann mit einem sauberen Tuch trocken reiben.
Zum Anfang 500 g perfekte Erdbeeren, also ohne Druckstellen oder anderen Schadstellen, halbieren und mit 500 g Zucker vermischen. Das Ganze über Nacht im Kühlschrank entsaften lassen. 
 
Am Morgen dann die gezuckerten Erdbeeren in den Rumtopf geben und soviel Rum (dieser sollte mind. 54 % haben) darüber schütten so das die Früchte mit mind. 3 cm Alkohol bedeckt sind. 
 
Zwei Zimtstangen und eine halbierte Vanilleschote dazu geben. Gut umrühren und den Topf mit Frischhaltefolie verschließen, Deckel drauf und an einen kühlen dunklen Ort stellen.
 
Bei wem ein Teller mit in den Topf passt, der sollte diesen dann auch verwenden, einfach oben auf die Früchte legen damit diese nicht oben schwimmen. Bei meinem Topf geht das nicht und so muss ich immer mal umrühren damit alle Früchte mit Alkohol bedeckt sind.

Dann geht es genauso weiter, nur das nun auf 500 g Früchte nur noch 250 g Zucker gegeben werden.
Immer darauf achten das keine Druckstellen, Schadstellen am Obst sind was ihr verwendet, sonst wird der Rumtopf schlecht.

Bei mir wanderten vorgestern 500g entkernte und halbierte  Süßkirschen mit 250 g Zucker (wieder über Nacht im Kühli ziehen lassen) in den Topf.


Gestern gab es dann noch eine 500 g Mischung von Heidelbeeren, Himbeeren und Jostabeeren und bald kommen dann Sauerkirschen, Johannisbeeren  und Stachelbeeren dazu.

Im Spätsommer werde ich noch Brombeeren, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsiche (die Beiden ohne Haut) nochmals Zimtstangen und eine Vanilleschote sowie Birnen mit rein gegeben. 
 
Ich hoffe sehr das wird was,  denn der von meiner Mutter ist ihr leider letztes Jahr schlecht geworden.   

Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit Rumtopf?

Es grüßt Euch das MuckelchÖn

Freitag, 17. Juli 2015

Neues Kräuterbeet...

Mein neues Kräuterbeet….
…..ist nun endlich fertig und wuchert fröhlich vor sich hin.


Schaut man sich das Beet vor ein paar Monaten an, erkennt man es jetzt kaum wieder.
 
Es beherbergt nun unter anderem: die Eberraute, Weinraute, Baldrian, Tee-Fenchel, Kümmel, Majoran, verschiedene Sorten Basilikum und Thymian, Oregano, Basilikum, Estragon, Ysop, Zitronenmelisse, Rosmarin, Sauerampfer, mehrjähriges Bohnenkraut, Petersilie, Schnittlauch, rotes Shiso, Mukunu Wenna, roten Sonnenhut, weißen Mohn, Ringelblumen, verschiedene Minzen und Kamille


Dazwischen habe ich dieses Jahr Blumenkohl, Stangebohnen und Brokkoli gepflanzt. Die drei Gemüsesorten scheinen diese duftende Nachbarschaft zu mögen, denn bis jetzt ist kaum Ungeziefer zu sehen, im Gegensatz zu den anderen Kohlsorten und Bohnen die zur Zeit von Läusen und der weißen Fliege geärgert werden.   


 
Viele der Kräuter blühen wunderschön und locken ganz viele dicke Hummeln und Bienen an, besonders Baldrian, Majoran und Oregano sind heiß beliebt.  





Zupfe ich hin und wieder zwischen all den Kräutern das wenige Unkraut weg, befinde ich mich immer wieder in einem regelrechtem Duftrausch, jedes Kraut schnuppert anders und so wunderbar frisch und intensiv, am liebsten würde ich mich jedes Mal dort reinlegen und einfach nicht wieder aufstehen, wäre doch nur der Boden nicht so hart und kalt, lach.


Ysop, Tee-Fenchel und Kümmel sind im Wachstum recht langsam, aber ich hoffe die holen noch bissel auf, nächstes Jahr möchte ich schließlich schon die ersten Fenchelsamen ernten.

Wie ihr vielleicht gesehen habt, entsteht unter unserem Weinpavillon auch etwas Neues, könnt ihr schon erahnen was das mal werden soll?

Kräuterschnecke

Kräuterschnecke
Es grüßt Euch das krautige MuckelchÖn

Donnerstag, 2. Juli 2015

Der Obst und Gemüsegarten im Juni!



Kleiner Gartenrundgang durch den Obst und Gemüsegarten im Juni.

Kompost mit Kartoffeln, Wassermelone und Kürbis
 

Der Juni zeigte sich von seiner tropischen Seite, mit viel Regen und Sonnenschein.

Da es im Mai viel zu trocken und heiß war, konnten sich unsere Pflanzen nun die letzten Wochen regenerieren und mal richtig loslegen. Im Mai wuchs ja alles eher irgendwie rückwärts bzw. überhaupt nicht.

Kartoffelblüte

 Nun gleicht unsere Oase aber eher wieder einem grünen Dschungel, alle Beete sind dicht bewachsen und man sieht kaum noch die Wege dazwischen, herrlich.

Kartoffeln und Erbsen entwickeln sich super, es sind sehr kräftige und gesunde Pflanzen und ich bin gespannt ob sie denn auch genauso ertragreich sind. 

Kartoffelpflanzen

Erbsenblüte
 
Erbse "Blauwschokker"


Tomaten, Paprikas und Gurken hatten es im Mai nicht einfach, sie bekamen durch die extreme Hitze weiße Blätter und drei Gurkenpflanzen musste ich zum Schluß ersetzten.  Nun legen alle drei Gemüsesorten aber los und tragen die ersten Früchte. 

Tomaten

Fenchel und Pflückspinat

Kamille im Gurkenbeet


Tomate

Im Spargelbeet wuchert es fröhlich vor sich hin, auf den ersten Blick kann man nicht erkennen was nun eigentlich wo wächst. So wachsen Mohn, Kamille, Tomaten, Spargel und Cosmea (die sich immer überall selbst aussät) wie eine große grüne Einheit einfach zusammen und sorgen für eine gewisse Urwaldoptik. Dahinter klettern die Stangenbohnen gen Himmel und der Mais erkämpft sich dazwischen seinen angedachten Platz.

Grüner Spargel mit Tomate, Kamille, Mohn und Cosmea
 
Grüner Spargel mit Sonnenblume, Mais und Stangenbohne



Rotkohl und Wirsing entwickeln sich ebenso gut und passen perfekt zu den noch immer kräftig blühenden Hornveilchen, ein schöner Anblick. 

Rotkohl, Wirsing, Hornveilchen und Zinien

Rosa Mohn

In unserem neuen Kräuterbeet wachsen zusätzlich noch Blumenkohl und Brokkoli munter vor sich hin, bin gespannt ob das klappt, oder ob doch noch die weißen Fliegen einrücken und alles madig machen.

Salat, Kohlrabi, Knollensellerie und Poree

Erste Gurke

Kohlrabi

Von unseren Erdbeerpflanzen konnten wir in diesem Jahr schon über 9 Kilo Früchte ernten, nicht schlecht, oder?  Die meisten Erdbeeren haben wir immer gleich so vernascht, den Rest habe ich zu Marmelade verarbeitet und gestern wanderten dann noch fast 1 Kilo Früchte in den frisch angesetzten Rumtopf. 

Lecker Erdbeeren

Heidelbeeren

Heidelbeeren

Die Johannis- und Stachelbeeren sind in diesem Jahr etwas kleiner als sonst, ich denke das liegt an der Trockenheit im Mai. Trotzdem hängen unsere Sträucher voll und die Ernte wird bald losgehen. In diesem Jahr werde ich mal wieder Johannisbeer-Likör ansetzten, hmm, lecker!

Himbeeren, im Hintergrund die Kartoffelblüte

Himbeeren

An den Sträuchern der Jostabeeren hing dieses Jahr nicht viel dran, nur knapp eine Hand voll konnte ich gestern pflücken, diese wanderten zusammen mit den Erdbeeren und ein paar Heidelbeeren mit in den Rumtopf.

Brombeeren

Brombeeren

Bei unseren Kiwis gab es dieses Jahr eine große Überraschung, nicht nur das eine der Pflanzen als Erste und Einzige blühte, nein, an ihr hängen nun unzählige Früchte. Wir sind ziemlich aufgeregt und beobachten genau wie sie sich entwickeln. Angeblich soll die Sorte "Solo" ja die Größe von handelsüblichen Kiwis erreichen, ich werde euch berichten!

Kiwiblüte

Mini Kiwi

Bei den Obstbäumen sieht es mal gut und mal weniger gut aus. Der Apfelbaum macht dieses Jahr Pause und hatte nicht eine einzige Blüte im Frühling, somit wird es diesen Herbst auch keine Äpfel geben. 

An den Birnbäumen hängen kaum Birnen und von den Pflaumen hatte ich euch ja bereits berichtet. 

Birnenquitte

Rhabarber "Holsteiner Blut" entwickelt sich prächtig

MuckelchenMann bei der Arbeit

Jedoch bescheren uns Süß- und Sauerkirschen eine reiche Ernte, der Sauerkirschbaum hängt dieses Jahr so voll das ich nun zum ersten Mal richtig viel Sauerkirschsaft, Gelee und Schnaps machen kann.  Dafür hab ich mir schon extra einige neue Saftflaschen bestellt, diese hübschen von WECK , hibbel.



Sauerkirsche

Süßkirschen pflücken wir im Moment fast täglich. Viele Körbe verschenken wir wie immer an liebe Nachbarn, unser Familie, Arbeitskollegen  und Freunde. Dankbare Abnehmer gibt es zum Glück immer, denn alleine könnten wir diese Mengen nicht aufessen.

Süßkirschen


Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Ungeziefer und Krankheiten entwickelt sich unsere Oase momentan recht gut und es schaut trotz allem nach einem erntereichen Jahr für uns aus.


Hokkaidokürbis

Euch wünsche ich nun aber erstmal einen guten Start in den sonnigen Juli, es grüßt das MuckelchÖn