Herzlich Willkommen in meiner kleinen "MuckelchenOase"!
In Dresden, mitten in der Stadt, bewirtschafte ich zwei kleine Pacht/Schrebergärten von ungefähr 400 qm.
Der Grundgedanke ist die Selbstversorgung mit saisonalem frischem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.
Ich möchte eine "kleine" Selbstversorgung erreichen, lernen wie man Obst und Gemüse anbaut, pflegt, erntet und verwertet. Gleichzeitig soll mein Garten ein Ort der Ruhe sein, ein Plätzchen wo ich mich zurückziehen und die Seele baumeln lassen kann.
Ich lade euch ganz herzlich dazu ein Teil meiner Erfahrungen, Projekte, Erfolge und Niederlagen zu werden.
Begleitet mich gerne ein Stück auf meinem Weg zur Selbstversorgung mitten in der Stadt, ich würde mich freuen!

Euer MuckelchÖn

Freitag, 17. April 2015

Gartenarbeiten im April, Part 1….


denn im Frühling gibt es immer viel zu tun!

Zierlauch im Spargelbeet, nur vom Spargel ist noch nichts zu sehen
Letzten Samstag gab es in der MuckelchenOase einen Großeinsatz, drei liebe Helfer standen am frühen Morgen voller Tatendrang vor unserem Gartentor und waren zu allen Schandtaten bereit.
So kümmerte sich meine Mom liebevoll um unsere Teichpflanzen die in Quarzkies umgepflanzt werden sollten damit wir in Zukunft kein Algenproblem im Miniteich bekommen. Dafür musste sie die Pflänzchen erst mal liebevoll von Erde und altem Blattwerk befreien und später dann noch vier Säcke Quarzkies gründlich ausspülen.  Über den Anblick mussten wir alle bissel lachen und fragten hin und wieder mal nach, ob sie denn schon ein Stückchen Gold beim durchsieben gefunden hätte.
Leider wurde die Frage immer verneint.
Mein Schwiegervater zerhäckselte fleißig Grünschnitt mit dem ich später den Rahbarbar mulchte und befreite danach meine Weidenzäune von riesigen Grasbüscheln.
Mulchschicht
Der Lebensgefährte meiner Mom leerte derweil die zwei Schnellkomposter und ackerte mir noch mein neues Kartoffelbeet um, zum Schluss sägte er mir noch ein paar größerer Holzstangen zurecht und kloppte sie liebevoll in die Erde damit ich dort am nächsten Tag mein Weidenzäunchen bauen konnte.
Der MuckelchenMann befreite die Mulchwege von Unkraut, grillte lecker für uns zum Mittag, räumte das Haus schon mal bissel auf, fuhr nochmal zum Baumarkt weil der Kies nicht reichte und brachte mir dabei gleich noch einen großen Sack Stroh für die Himbeeren mit.
Kartoffelbeet und Weidenzaun
Und ich….ich hab allen bei der Arbeit zugesehen, Fotos gemacht, die Beine hochgelegt und hier und da Anweisungen gegeben, kicher, ...nee…ich hab natürlich die Rosen und Obstbäume mit Ackerschachtelhalm gesprüht, meine Kräuter alle ins neue Beet umgepflanzt, Kartoffeln gesetzt und überall Mulch verteilt und hier und da Unkraut entfernt.
Am späten Nachmittag waren wir dann mit allen Aufgaben fertig und machten uns auf den Heimweg.
Ordnung im Gemüsegarten
Dort angekommen sprang ich noch ganz frisch und munter unter die Dusche, kuschelte mich danach mit dem MuckelchenMann auf die Couch …freute mich schon auf einen Filmabend und…..schlief  dann einfach auf der Stelle ein.
Bald gibt es Salat, Kohlrabi und Radieschen hmm...lÖcker!
Am Sonntagmorgen weckte mich dann unser Kater kurz nach 6.00 Uhr...klar... der arme Kerl hatte ja die ganze Nacht nix zu fressen und war natürlich halb am verhungern, augenroll.
Also entschloss ich mich spontan zu einem Frühstück im Garten, dem MuckelchenMann gönnte ich seinen tiefen Schlaf und marschierte voller frischem Tatendrang (eher halb schlafend und mit zerzaustem Haar) in Richtung MuckelchenOase.
Dort angekommen wickelte ich mich in zwei warme Decken und genoss das erste Frühstück  im Garten.
Dann ging es wieder an die Arbeit.
Zuerst kam mein Weidenprojekt an die Reihe, ein kleines Zäunchen für die Himbeeren sollte entstehen und dafür das es meine erste Arbeit mit Weiden überhaupt war, ist es mir doch ganz gut gelungen, oder?
Mein erstes Weidenprojekt
Danach wurden die Himbeeren noch mit einer großen Portion Stroh gemulcht damit das Unkraut fern bleibt, mal sehn ob es hilft.
Stroh als Mulchmaterial
Die ersten Aussaaten wie Erbsen, Mangold, Mohn, Kamille und Dill kamen auch unter die Erde.
Steckzwiebeln wurden auch hier und da verteilt und drei Gemüsebeete wurden aufgeräumt. Dabei gab es noch eine winzige Spinaternte, vielleicht zwei Hände voll, also nix zum satt werden.
Spinaternte
 Aber ich hatte im Herbst einfach kein Glück mit dem Saatgut, nur 6 Pflanzen gingen auf und der Rest ist verschollen oder wurde vielleicht von den Engerlingen gefressen die ich nun immer öfter in meinem Garten finde…. keine Ahnung, vielleicht waren es auch die Mäuse die es sich in meiner Kräuterschnecke bequem gemacht haben , grmpf!
Mauseloch
 
Engerlinge, nur was wird mal daraus, Maikäfer?

Ihr seht, in einem Garten gibt es immer viel zu tun und so steht für dieses Wochenende auch schon wieder viel auf dem Plan, hoffentlich regnet es nicht.
ToDoList für dieses WE:
Ackerschachtelhalmbrühe an Rosen und Obstbäume spritzen
Unkraut, Unkraut, Unkraut und noch mehr Unkraut rupfen.
Die zwei Rosenbeete aufräumen, düngen und neu mulchen.
Kräuter und Rote Bete aussäen
Wege neu mulchen
Löwenzahnjauche ansetzen
Und vielleicht mal eine Stunde ausruhen, zwinker!
Bald das reinste Blütenmeer
In diesem Sinne, genieß euer Wochenende….es grüßt der Maulwurf, öhm…..nee…das MuckelchÖn

Donnerstag, 16. April 2015

Ackerschachtelhalmbrühe….

….soll wegen seinem hohen Anteil an Kieselsäure, bei Pilzerkrankungen an Rosen und Bäumen helfen.

Im letzten Jahr hatte es meine Rosen übel erwischt, alle Blätter waren von braunen Flecken übersät und am Ende standen die meisten Rosen plötzlich ohne Laubbekleidung da.
Auch an den Birnen zeigte sich der Birnengitterrost, der ja bekanntlich durch verschiedene Wacholderarten in der Nachbarschaft übertragen wird.
Nun möchte ich gerne vorsorgen und meine Rosen und Bäume unterstützen in dem ich sie abhärte.
Also jeden Morgen einen Stunde Frühsport für jede Pflanze, lach!
Nun entdeckte ich also einen Artikel über diese Brühe und googelte gleich mal nach diesem Kraut, nach zwei Minuten war ich dann enttäuscht, denn der Ackerschachtelhalm wächst erst im Sommer und sollte bevorzugt im August gepflückt werden, da dann der Kieselsäuregehalt am höchsten ist.
Nun haben wir aber April und die Pflanzen sollten ab dem Austrieb einmal die Woche damit besprüht werden, also was tun?
Richtig, weiter gegoogelt und gesehen dass man auch getrockneten Schachtelhalm verwenden kann, diesen gibt es zum Beispiel in jeder Apotheke zu kaufen.
Gesagt getan, letzte Woche hab ich meine erste Brühe angesetzt und alle meine Rosen und Obstbäume damit eingenebelt. Das mach ich jetzt jede Woche einmal bis in den Sommer hinein und lass mich überraschen wie sich meinen Pflanzen entwickeln. Angeblich würde sich das Blattwerk so sehr kräftigen das selbst Läuse sich daran die Zähne ausbeißen würden, also wenn das nix ist.
Wenn ihr das auch mal probieren wollt, hier eine kleine Anleitung:


20g getrockneten Ackerschachtelhalm in einem Liter kalten Wasser 24 Stunden ziehen lassen.
Dann 30 Minuten auf dem Herd langsam vor sich hin köcheln lassen.
Durch ein Sieb abgießen und auskühlen lassen.
Den Sud dann nochmals durch ein Handtuch seien, damit keine Restbestände zurück bleiben die die Düsen eures Sprühgerätes verstopfen könnte, ist mir nämlich letztes Wochenende passiert.
Den Sud mit 4 Litern Regenwasser vermischen und dann am Morgen, am besten wenn die Sonne scheint, alle Pflanzen damit besprühen.
Das dann jede Woche bis in den Sommer wiederholen.
Ich erhoffe mir viel davon, bei meinen ganzen Rosen und Bäumen brauch ich über einen Stunde zum Vernebeln, da sollte sich der Zeitaufwand auch lohnen. 
Weiterer Pluspunkt, Ackerschachtelhalm ist auch gut fürs Bindegewebe, strafft also angeblich die Haut und da ich beim Sprühen auch immer mal wieder was abbekomme, sehe ich dann im Sommer sicherlich um mindestens drei Jahre jünger aus, lach!
Es grüßt das MuckelchÖn

Samstag, 4. April 2015

"Küchenschelle".....



....oder auch "Kuhschelle" genannt! 

Sie gehört zu meinen absoluten Lieblingen im Frühjahr. Sie ist nicht sehr groß, sticht nicht direkt ins Auge und kann auch nicht durch eine opulente Blüte punkten...aber, sie hat mich vom ersten Moment verzaubert! Schon wenn sich das erste Grün aus der Erde kämpft bin ich ganz verzückt und schaue regelmäßig im Garten vorbei um sie beim wachsen zu bewundern.

Einige Gärtner sind der Meinung diese Pflanze sei viel zu unscheinbar, nichts besonderes, kein Augenmagnet wie Tulpen, Narzissen und Co. und würden sie deswegen nie in ihre Gärten pflanzen. Argumente die ich nicht ganz nachvollziehen kann, klar, diese Pflanze sieht man nicht aus großer Entfernung aber....nimmt man sich mal die Zeit und betrachtet sie aus der Nähe...dann, ja dann....da bin ich mir sicher, würde sich jeder in ihre filigrane fast schon zarte Optik verlieben.

Ich möchte sie zumindest nicht mehr in meinem Garten missen, viel zu gern schaue ich mir diese kleinen zarten Härchen an Blättern und Blüten an, liebe den Anblick von Regentropfen die sich wie kleinen Perlen darin verfangen, bewundere die Blüte beim wachsen und verwelken und überlege schon wo ich in diesem Jahr denn noch welche hin pflanzen könnte.

Aber nun genug der Worte, ich lasse lieber Bilder sprechen und wer weiss, vielleicht verliebt ihr euch ja genauso schnell wie ich und schwubs die wubs....steht eine Küchenschelle bei euch im Beet, mich würde das zumindest sehr freuen ;)





Es grüßt das MuckelchÖn