Herzlich Willkommen in meiner kleinen "MuckelchenOase"!
In Dresden, mitten in der Stadt, bewirtschafte ich zwei kleine Pacht/Schrebergärten von ungefähr 400 qm.
Der Grundgedanke ist die Selbstversorgung mit saisonalem frischem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.
Ich möchte eine "kleine" Selbstversorgung erreichen, lernen wie man Obst und Gemüse anbaut, pflegt, erntet und verwertet. Gleichzeitig soll mein Garten ein Ort der Ruhe sein, ein Plätzchen wo ich mich zurückziehen und die Seele baumeln lassen kann.
Ich lade euch ganz herzlich dazu ein Teil meiner Erfahrungen, Projekte, Erfolge und Niederlagen zu werden.
Begleitet mich gerne ein Stück auf meinem Weg zur Selbstversorgung mitten in der Stadt, ich würde mich freuen!

Euer MuckelchÖn

Dienstag, 23. Juni 2015

Erfahrungen mit dem Bokashi Haushaltseimer Part 1 ….

….Terra Preta durch Küchenbokashi?


 
Nachdem ich letzte Woche die zweite Ladung Bokashi in unseren Schnellkomposter schaufelte, dachte ich es wäre mal wieder an der Zeit darüber zu berichten.
Wer den Anfang noch nicht gelesen hat kann das hier: KLICK gerne nachholen.
Meine erste Ladung Bokashi stand auf Grund der äußeren Temperaturen für ca. 6 Wochen im warmen Wohnzimmer (im Eimer). Es gab in dieser Zeit keinen üblen Geruch, nur der Sickersaft stank wie alter Käsefuß. In den ganzen 6 Wochen sammelte sich sehr wenig Flüssigkeit an, vielleicht max. 100ml.
Da von außen nichts zu riechen war, war ich recht optimistisch als wir die erste Ladung in den Garten brachten. Als ich dann jedoch den Deckel öffnete ging ich erstmal ein paar Schritte zurück und hielt mir vor Schreck die Nase zu. Es stank bestialisch! Nicht verfault, sondern eher wie Erbrochenes! Der Geruch war schon hart an der Grenze. Der MuckelchenMann warf mir wieder einen seiner "du und deine Experimente" Blicke zu und rannte ganz schnell mit mir zum Schnellkomposter. Dort angekommen kippten wir den Inhalt in die Schubkarre, Erde drauf, alles vermischt und dann so schnell wie möglich alles in den Schnellkomposter geschaufelt. Deckel drauf und durchgeatmet. Denkste! Selbst aus dem Schnellkomposter roch es noch ziemlich streng und dieser Geruch hielt sich dann leider auch noch für vier Tage.
Im Internet suchte ich nach einem Grund für diesen Gestank.  Hatte ich etwas falsch gemacht? War die Fermentationszeit zu kurz? War der Bokashi zu trocken? Viele Nutzer berichteten ja immer von einem angenehm säuerlichen Geruch, also wenn das angenehm sein soll….haben die alle was mit der Nase!



Einen wirklichen Grund fand ich aber leider nicht, einige Leute berichtete von dem gleichen Problem und das sie deswegen keinen Bokashi mehr herstellen würden. Auch hatten einige Angst sich dadurch Mäuse oder Ratten in den Garten zu holen, nach meiner eigenen Geruchserfahrung eine berechtigte Sorge ! Deshalb klopfe ich neuerdings auch immer erst kräftig gegen den Schnellkomposter bevor ich den Deckel öffne, lol, nicht das da was Pelziges drin wohnt, ürgss!
Hm, was also tun? Fast 80,- Euro in die Tonne werfen? Auf angeblich beste Erde verzichten?
Nee, so schnell gebe ich nicht auf.
Da beim ersten Versuch sehr wenig Sickerflüssigkeit anfiel fehlte vielleicht genügend Feuchtigkeit.
Also sprühte ich den Küchenmüll beim zweiten Eimer mit deutlich mehr EMa ein als zuvor. Auch presste ich die Abfälle noch stärker zusammen als beim ersten Versuch.
Und tatsächlich, es bildete sich viel mehr Sickersaft, um die ca. 400ml. Jedoch roch auch die nach altem Käsefuß.
Letztes Wochenende war es dann soweit, Versuch Nr.  2!
Der MuckelchenMann blieb einfach am Gartentor stehen und wünschte mir grinsend viel Spaß, na toll! Ich also mit dem Eimer unterm Arm zum Kompost, vorsichtig den Deckel angehoben, Luft angehalten und…… Geruch ja, aber nicht so extrem wie bei Versuch Nr. 1, trotzdem erinnert es leicht an Erbrochenes, angenehm ist es also nicht.




Nachdem ich alles mit Erde vermischt hatte roch es zum Glück kaum noch, erleichtert hab ich dann alles in den Schnellkompost geschaufelt, noch etwas getrockneten Rasenschnitt drüber gestreut  für den Fall es riecht doch noch nach und dann schnell den Deckel zu gemacht.  Ergebnis: kein Gestank!
Bei meinem dritten Versuch hab ich ebenfalls viel mehr EMa benutzt, sowie mehr Pflanzenkohle und Gesteinsmehl zwischen die Abfälle gestreut. Nun muss dieser Versuch wieder ein paar Wochen ruhen und dann werden wir ja sehen bzw. riechen ob es hilft, drückt mir die Daumen.

Zuletzt sei noch erwähnt das die Reinigung der Eimer sehr einfach zu handhaben ist. Einfach nur ausspülen, trocken wischen, fertig! Ich hatte mir das komplizierter und ekliger vorgestellt, war es aber nicht.
Es grüßt das MuckelchÖn